Unterrichtskonzept


Konzeption für den Unterricht in freien und öffentlichen Einrichtungen

Zielgruppe:
Kkinder ab 6 Jahre

Theater spricht jedes Kind an. Die Kinder entwickeln mit Spiel, Spaß und Einfallsreichtum ihr Theater. Das eine Kind bewegt sich gerne, das Andere spricht oder musiziert lieber- hier findet jeder seinen Platz. Bewusste Bewegung (Körperarbeit) ermöglicht dem Kind eine besondere Art der Selbsterfahrung und bietet ihm zahlreiche Möglichkeiten, sich Ausdruck zu verleihen.
Jedes Theatergenre spricht dabei andere Bereiche von Körper und Persönlichkeit an.

Zielsetzung:
Die Freiheit, selbst Geschichten auszudenken, sofort zu probieren und innerhalb kurzer Zeit spielen zu können, macht das Bewegungstheater so spontan und lebendig…
Theaterspiel an sich beinhaltet viele Lernfelder: Kommunikation, Ausdruck, Entscheidungsprozesse, Rollenfindung, Empathie, Körperbewusstsein und schließlich das Spielen selbst. Allgemein kann künstlerische Betätigung in einer Gruppe, egal ob bildend, musizierend oder darstellend als förderlich für den Erwerb der sozialen Kompetenzen und geeignetes Setting zur Integration betrachtet werden, weil es immer um individuellen über sprachlichen Ausdruck und Austausch geht.
Jede Kurseinheit dient als Entwicklungsschritt: vom Entdecken der Theaterbühne über das Erweitern von Handlungs- und Spielmöglichkeiten hin zur Präsentation.

Pädagogisches Konzept:
Das Spiel mit dem körperlichen Ausdruck, der `Körpersprache´, steht im Vordergrund. Alle Kinder bekommen den Freiraum, den sie brauchen, um Ideen zu verwirklichen sowie Selbstbewusstsein, Eigenverantwortlichkeit und Verständnis für andere zu entwickeln. Die theaterbezogenen Übungen ermöglichen dem Kind, seinen Körper zu entdecken. Es werden Selbst- und Fremdwahrnehmung sensibilisiert. Mit der bewussten körperlichen Auseinandersetzung in einem bewertungsfreien Umfeld werden die persönliche Kompetenzen der Kinder unterstützt, und somit die Lebensqualität des Einzelnen verbessert.

Der Unterricht ist altersentsprechend und baut sich über Jahre auf.

Methodische Arbeit:
5- 7 Jahre:
Der Unterricht ist sehr spielerisch. Die Übungen orientieren sich an Märchen und Mythen.
Kinder ab 5 Jahre spielen anfänglich sehr gerne Tiere.
Nach dieser Zeit haben sie genug Bühnenerfahrung, Selbstvertrauen- und Sicherheit erworben, dass sie sich frei der Sprache und dem darstellenden Spiel widmen wollen.
Die im Unterricht mit einbezogenen Yogaübungen rufen im spielerischen Umgang bei Kindern Neugierde und Freude hervor. Sie brüllen wie ein Löwe oder summen wie eine Biene.
Der Verlauf eines Unterrichtsjahres kann folgendermaßen aussehen:

Aufbau
1. Phase
(Pantomimische) Gleichgewichts- und leichte Bewegungsübungen
Tiere in Geräusch- und Bewegungsabläufen nachahmen
Die Tiere in Szene setzen
Tiere entfremden und Sprache hinzu fügen

2. Phase
leichte Pantomimenübungen ( Fußarbeit, imaginäre Wand, Seil ziehen)
theaterbezogenes darstellendes Figurenspiel
Figuren bedingtes Haltung- und Raumbewusstsein
Haltungsübungen (Annäherung an die Körperwelle)

8- 9 Jahre:
Auch große Kinder spielen und bewegen sich gerne. Ihre motorischen Voraussetzungen sind normalerweise sehr gut, so, dass komplexere Koordinationsaufgaben gestellt werden können. Die Kinder erlernen den Umgang mit Puppen und Objekten. Dabei ist die Aufmerksamkeit der offenen Koordination, der Handhabung und der Sprache gewidmet. Vordergründig stehen die Puppen/Objekte im Blickfeld, doch die Kinder agieren. So erwerben die Kinder eine selbstbewusste (Bühnen)Präsenz.
In der Praxis werden gemeinsam darstellerische Aufgaben ausgewertet.

Aufbau
1. Phase
Pantomimische Gleichgewichts- und Bewegungstechniken
Handhabung von Puppen und Objekten
Sprach- und Sprechübungen

2. Phase
theaterbezogenes darstellendes Figurenspiel
Figuren bedingtes Haltung- und Raumbewusstsein
Rollen- und Stückerarbeitung
Auswertungen

10- 12 Jahre:
Die heranwachsenden Kinder können in der Regel abstraktes Denken nachvollziehen. Sie widmen unter anderem gerne gesellschaftlichen- und politischen Themen und sind offen für klassische Literatur zu der sie oftmals einen aktuellen Bezug herstellen können.
Sie haben große Freude daran, erlernte Bewegungs- und Theatertechniken mit einzuflechten als auch ihren individuell errungenen und erlernten Fähigkeiten Ausdruck zu verleihen. In der Praxis werden gemeinsam darstellerische als auch inhaltliche Aufgaben ausgewertet.

Aufbau
1. Phase
theaterbezogene, pantomimische Gleichgewichts- und Bewegungstechniken
Körperwellen für Rollenfindung
Sprach- und Sprechübungen
Literaturvermittlung
Auswertungen

2. Phase
theaterbezogenes darstellendes Figurenspiel
Objekttheater
Maskenspiel
Figuren bedingtes Haltung- und Raumbewusstsein
Rollen- und Stückerarbeitung
Auswertungen